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: moderne Hexenverfolgung

Die Spur der Folter zieht sich wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte. Sie beginnt lange vor den Hexenverfolgungen, setzte sich fort mit den Folterkerkern der Nazis, der Stalinistischen Schreckensherrschaft, der Diktatur südamerikanischer, arabischer und afrikanischer Despoten bis hin zum heutigen „Krieg gegen den Terror“. 

Das irakische US-Militärgefängnis Abu Ghraib und der Stützpunkt Guantanamo sind Beispiele, dass Folter auch in westlichen Demokratien wieder salonfähig wird.

Die Folter in Guantanamo umfasste ebenfalls mehrere Schritte. Zuerst beginnt Generalangriff auf die Sinne: donnernd laute Musik, Hundegebell, Stroboskop-Licht und quälende Körperhaltungen. Im nächsten Schritt wird der Gefangene planmäßig erniedrigt: Er wird ausgezogen, nackt verhört, muss in Frauenunterwäsche posieren, wird von Aufsehern beleidigt und zum Masturbieren gezwungen. Im dritten Schritt weckt man die individuellen Ängste des Gefangenen: Er wird mit Hunden bedroht oder kündigt ihm seine Exekution an. Als Höhepunkt wird die bereits im Mittelalter verbreitete Methode des „Waterboarding“ angewandt: eine Todesangst auslösende Simulation des Ertränkens.