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: die Hexenverfolgung im Hochstift Bamberg

BABA2

Im Hochstift Bamberg starben vor allem unter der Regierung von Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs Freiherr von Dornheim („Der Hexenbrenner" 1622-1632) mehr als 900 Frauen, Männer und Kinder der Hexerei beschuldigt den Feuertod. So viel wie an keinem anderen Ort in Europa.

Sogar ein „Drudenhaus" wurde gebaut, ein eigenes Gefängnis nur für Hexen und Zauberer. Eine grausame Besonderheit war das „Gefaltete Stüblein": Eine Kammer mit spitzkantigem Lattenboden, auf dem an Schlaf nicht zu denken war.

Als sich immer mehr Widerstand gegen den Hexenwahnsinn formierte, trieb man die Beschuldigten von Bamberg nach Zeil am Main. Insgesamt mehr als 400 Menschen wurden dort als Hexen verbrannt. Der alte Weg von Bamberg nach Zeil führte die Gemarterten auch an Stettfeld vorbei, dem Fundort der Mooreichen, aus denen Vincent Harth seine Skulptur X - Quemadura formte.

Bis 1631 diffamierte, verhaftete, folterte und ermordete die Bamberger Malefizkommission unschuldige Menschen als Hexen. Dann verbot der Reichshofrat die Hexenprozesse. Die Aufklärung, die zum Höhepunkt der Hexenverfolgung ihren Anfang nahm, siegte schließlich über Hass, Neid und Aberglauben.