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: Mooreichen

Mooreiche (auch subfossile Eiche, Schwarzeiche oder Ranne genannt) ist eine besondere Form von Eichenholz: 

Die Bäume versanken vor etwa 6000 bis 11.000 Jahren nach ihrem Absterben im Erdboden, gefunden werden sie heute bei der Kiesgewinnung oder Trockenlegung von Mooren.

Mooreichen erhalten ihre charakteristische Farbe, die von dunklem Gelb bis zu einem tiefschwarzen Blauton variiert, von der im Baum befindlichen Gerbsäure, die mit den Eisensalzen des Wassers eine Verbindung eingeht. Diese chemische Reaktion macht das Holz der Mooreiche besonders hart. Nur aus diesem Grund haben diese Bäume die lange Zeit unter der Erde fast unbeschadet überlebt. Das Holz ist nicht versteinert, sondern es lässt sich sägen, fräsen, hobeln und zu kostbaren Möbeln und Furnieren verarbeiten. Oder zu einer Skulptur.

Die Mooreichen der Skulptur X - Quemadura stammen aus einer Kiesgrube bei Stettfeld in der Nähe von Bamberg. Nach Angaben der Universität Stuttgart standen die Bäume ursprünglich in Thüringen, wurden mit dem Eisflöz Ende der letzten Eiszeit (vor etwa 11.500 Jahren) das Maintal herunter getrieben und dann von Sand und Kies eingebettet. Bis zu zehn Metern tief unter dem Mutterboden wurden sie entdeckt und ausgegraben.

Um Vincent Harths Idee zu verwirklichen, mussten die Stämme vor Ort ausgesucht und zurecht geschnitten werden. 36 Tonnen Mooreichen wurden in zwei langen Fahrten nach Tittmoning ins Atelier transportiert.

Erfahren Sie mehr über den Zusammenhang der Mooreichen mit der Hexenverbrennung.